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Veranstaltung 26.2.2022: Berlin gemeinsam gestalten – Umweltgerechtigkeit

By 18. Februar 2022No Comments

Die Aussage „Not ist hierarchisch, Smog ist demokratisch“, die der Soziologe Ulrich Beck in seinem berühmten Buch Risikogesellschaft 1986 getroffen hat, ist längst widerlegt. Urbanist:innen wie Mike Davis haben im Gegenteil gezeigt, dass Umweltbelastungen oder Klimakatastrophen in städtischen Räumen sozial äußerst ungleich verteilt sind. Dabei sind Menschen, die aufgrund ihrer Klasse, ihrer Herkunft oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit ohnehin benachteiligt sind, oft gezwungen, an Orten mit besonders hohen Belastungen durch Lärm, Luftschadstoffe oder urbane Hitze-Inseln zu leben. In den USA gilt dies seit Jahrzehnten als Umweltrassismus (environmental racism), ein Begriff, der hierzulande noch weitgehend unbekannt ist.

Mit Blick auf den Klimawandel, der solche Belastungen und ihre sozial ungleichen Effekte massiv verschärfen wird, thematisiert die Veranstaltung die Frage der Umweltgerechtigkeit in Berlin. Welche urbanen Orte und Gruppen sind den im Klimawandel steigenden Umweltgefahren besonders stark ausgesetzt, wer kann sich am wenigsten davor schützen? Welche politischen Weichenstellungen wären erforderlich, um Umweltgerechtigkeit für alle in Berlin lebenden Menschen zu gewährleisten? Welche Akteur*innen dominieren umweltrelevante Entscheidungsprozesse, welche Minderheiten sind aus ihnen ausgeschlossen? Welche Initiativen kämpfen mit welchen Forderungen für Umweltgerechtigkeit, wo sind die Blockaden dagegen zu verorten?

Diesen Fragen geht die Veranstaltung am 26.2.2022 von 14-18h nach. Mehr Details und Anmeldung hier:

https://www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/veranstaltungen-der-berliner-landeszentrale/gemeine-stadt-berlin-gemeinsam-gestalten-teil-4-umweltgerechtigkeit-1168204.php